Hoch hinaus!

 

Vom 20.06. - 24.06.2018 startete der Seminarkurs „Alpenüberquerung“ zu seiner großen Abschlusswanderung. Fünf Tage ging es von Oberstdorf nach St. Anton. Diese Strecke, geprägt von vielen Hindernissen wie beispielsweise Schneefelder, praktisch unüberwindbaren Felswänden und reißenden Bächen, galt es zu bewältigen. Dazu musste alles, was für diese Zeit benötigt wurde, selbst im eigenen Rucksack mitgetragen werden. Die Nächte wurden in Hütten hoch oben in den Bergen mit mehr oder weniger genügendem und zufriedenstellendem Schlaf genossen.

Der Seminarkurs nahm seinen Anfang im September letzten Jahres, als es galt, die erste Probewanderung erfolgreich zu meistern, um überhaupt in den Kurs aufgenommen zu werden.

Nach dieser ersten Hürde ging es dann in die Theorie. Das ganze Kursziel war darauf ausgelegt, die Schüler an das wissenschaftliche Arbeiten heranzuführen. Dazu wurden diverse Zitierübungen, Literaturrecherchen, Arbeiten am Exposé und ähnliches durchgeführt. Im ersten halben Jahr stand auch eine zweite Wanderung an, die mitten durch Albstadts Winterlandschaft führte. Nach diesem Trip, der dazu beitrug die neuen Wanderschuhe auf die erste Schneeerfahrung vorzubereiten, kam auch schon wieder der Pflichtteil für die Theorieprüfungen. Dabei galt es ein Exposé auszuarbeiten und ein Referat zu halten. Diese Kurzarbeit soll in die große Ausarbeitung einführen, die am Ende des Kurses angefertigt werden muss. Insofern war es unabdingbar bereits jetzt zu planen, welche Themenbereiche in 6 Monaten bearbeitet werden sollten/ wollten. Nachdem diese Hürde geschafft war, war auch das erste halbe Jahr vorbei.

In der zweiten Halbzeit galt es erneut eine Wanderung zu absolvieren und wiederum vertieft in die wissenschaftliche Arbeitsweise einzusteigen. Das zweite Halbjahr war also geprägt von allerlei Methodik zur Quellenrecherche und Zitierweise. Darüber hinaus erfolgte auch die große Abschlusswanderung. Davor wurde nochmals verstärkt die Packliste bearbeitet, damit auch alles Wichtige eingepackt wurde.

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Und dann war sie da, die große Abschlusswanderung. Mit dem Zug ging es von Albstadt nach Oberstdorf und dann nach einer kurzen Rast von 1 Stunde direkt in Richtung Spielmannsau. Diese erste Wanderung war ein guter Einstieg, um die Packordnung im eigenen Rucksack nochmals zu konfigurieren und zu perfektionieren. Auch nutzte der eine oder andere Schüler diese Gelegenheit, den eigenen Rucksack neu zu sortieren. Die erste Nacht verbrachte man dann im Mountain Hostel.

Nach einer erholsamen ersten Nacht, geprägt von den Nachwirkungen des leckeren und reichhaltigen Abendessens ging es dann direkt mitten in den Aufstieg zur Ansbacher Hütte. Dieser erste Aufstieg hatte es durchaus in sich, war geprägt von landschaftlich äußerst wechselhafter Umgebung, so beispielsweise blühende Wiesen wechselten sich mit karger Berglandschaft und schneebedeckten Gebirgsbächen ab.

Nach der Mittagspause auf der Kemptener Hütte wurde beschlossen, dass aufgrund von drohenden Unwettern die Jöchelspitze gemieden wurde und stattdessen nach Holzgau abgestiegen wurde, von dort ging es dann in einer rasanten Busfahrt zum Berggasthof Sonnenalm, wo uns ein weiteres reichhaltiges und wohlschmeckendes Abendessen erwartete.

Die dritte Etappe führte zum Berggasthaus Hermine in der überschaubaren Gemeinde Madau. Da dieser Abschnitt der Wanderung relativ kurz war, nutzen die Schüler die Gelegenheit, den dringend benötigten Schlaf nachzuholen.

Die vierte Etappe hatte es dann wieder in sich, diese ging bis zur Ansbacher Hütte über Schneefelder und von Geröll bedeckte Gebirgspfade. Dieser Abschnitt war dann auch das absolute Glanzstück der Truppe, da die angegebene Wanderzeit sogar unterboten werden konnte. Nach dieser Meisterleistung verdiente sich die Truppe dann das vorletzte Spiel der deutschen Nationalmannschaft der WM in Russland auf 2400m Höhe.

 

 

 

 

Nach der letzten Nacht, die dann doch sehr frisch war, folgte der letzte Abstieg nach Schnanns und von dort aus ging es mit dem Bus nach St. Anton wo uns auch schon der Zug erwartete, der die müden, aber glücklichen Wanderer wieder zurück nach Albstadt brachte.

Als letzte Etappe auf dem Weg zum erfolgreichen Abschluss des Seminarkurses stehen nun die großen Abschlussarbeiten und die Kolloquien an, die die Schüler aber bestimmt alle mit Bravour meistern werden.

 

Danach sind alle erfolgreich ‚über den Berg‘ und haben sich ihre Seminarkursnote redlich verdient!!!

 

Impressionen

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Impressiionen 3