Samstag, 04. September 2010
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23. Juli 2010

Nebenberuflich zum Staatlich geprüften Betriebswirt

Fachschule für Betriebswirtschaft würdigt glänzende Leistungen ihrer diesjährigen Absolventen

17 Staatlich geprüfte Betriebswirte blicken mit Stolz auf drei harte, aber lohnende Jahre an der Fachschule für Betriebswirtschaft zurück. Neben dem ganz normalen Berufsalltag haben sie sich drei Jahre lang jede Woche 16 Stunden an zwei Abenden und am Freitagnachmittag fortgebildet. Damit haben die Absolventen den Nachweis besonderer Belastbarkeit erbracht und die Ausbildung zum Staatlich geprüften Betriebswirt sehr erfolgreich (Notendurchschnitt von 2,0) abgeschlossen.

abschluss 2010 Aus Erfahrung weiß Abteilungsleiter Rolf Klink, dass es sich lohnen wird, soviel Zeit und Arbeit bei vergleichsweise geringen Gebühren in das eigene berufliche Weiterkommen und in die eigene persönliche Weiterentwicklung investiert zu haben.
„Die Unternehmen benötigen junge Nachwuchsführungskräfte, die außer  fachlichen Kompetenzen auch Managementfähigkeiten mitbringen und über entsprechende Stressresistenz und Ausdauer die angestrebten Ziele erreichen“, betont Abteilungsleiter Rolf Klink.  

In seiner Rede nahm er kritisch Bezug auf die heutige Tendenz in der Gesellschaft möglichst viel gleichzeitig zu erledigen nach dem Motto: „Tu das eine ohne das andere zu lassen.“ Fernsehen, Radio, Internet und Handykommunikation laufen häufig parallel. Das Buch wird vom Hörbuch abgelöst. Man spricht von Multitasking.  „Wir sind  immer und überall erreichbar, wir müssen uns in unserer Freizeit mit beruflichen Problemen, in der Arbeitswelt mit Privatem und in der Öffentlichkeit mit Intimem befassen und dies selten unbeobachtet“, beklagt Klink. Statt in geregelten Pausen esse man zunehmend nebenher, unterwegs, am PC, am Fernsehapparat, bei den Hausaufgaben, dazu seien Fast Food und Finger Food gefragt.

Sind Lehrerinnen und Lehrer also altmodisch, wenn sie ihr Missfallen darüber äußern, müssen sie zum Event-Manager mutieren oder zum Multi-Tasking-Moderator werden? fragt Klink. Nein sagen Hirnforscher, denn wer alles nebenher macht, macht nichts richtig und schwächt die Konzentration!  Im Bewusstsein ist immer nur Raum für ein Thema. Klink bescheinigt den Schülern, die nebenberufliche Weiterbildung nicht nebenher, sondern durch ausgeklügeltes Zeitmanagement, Verzicht bzw. zusätzlichen Zeitaufwand gemeistert und sich damit für die Zukunft gerüstet zu haben.

Der stellvertretende Schulleiter Wolfgang Eppler gratulierte den Anwesenden zum Erfolg und ging auf eine neue Tendenz in Konzernen ein, die sogenannte lebenszyklusorientierte Personalpolitik. Diese zielt auf eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben in den einzelnen Lebensphasen ab, beispielsweise durch größere Freiräume bei der  Anwesenheit im Büro. Nicht mehr die dort verbrachte Zeit ist wichtig, sondern einzig und allein die Leistung. Eppler ist überzeugt, dass die Absolventen das Richtige getan und ihrerseits zur längerfristigen Bindung an das Unternehmen beigetragen haben. Abschließend richtete er seinen Dank und Wertschätzung an die Kolleginnen und Kollegen, die bereit seien, die hohen Anforderungen der Erwachsenenbildung zu ungewohnten Zeiten auf sich zu nehmen.

 
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