Schulsanitätsdienst

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Glassplitter in einer klaffenden Wunde, ein offener Bruch und vom Schock gezeichnete Zeugen. Dies sind die üblichen Bestandteile einer typischen Übung des Schulsanitätsdienstes (SSD) der Walther-Groz-Schule. Um solchen Szenarien auch in der Realität wirkungsvoll begegnen zu können, bietet der SSD interessierten Schülerinnen und Schülern eine fundierte Ausbildung in Erster Hilfe durch speziell geschulte Ausbildungslehrer, die in regelmäßigen Dienstnachmittagen vertieft und erweitert wird. Zur Ausbildung gehören dabei nicht nur Unterrichtsstunden zu Themen der Notfallversorgung, sondern auch Übungen und Vorträge von Fachleuten verschiedener Rettungsdienste.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Jedoch erschöpft sich die Tätigkeit des SSD nicht nur in der Vermittlung von Fachwissen, sondern bietet den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, ihre sozialen Kompetenzen auszubauen und zu verfestigen. Wie auch der Gründer des Roten Kreuzes, der Schweizer Geschäftsmann Henry Dunant, stellen wir den Menschen in den Mittelpunkt unseres Schaffens. Hier bietet sich den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich auf einem Gebiet zu beweisen, welches der normale Schulalltag nicht zu bieten hat. Denn gerade in der Schule entstehen durch das Zusammentreffen vieler Menschen auch die unterschiedlichsten Situationen, in denen medizinische Kenntnisse ebenso gefragt sind wie soziale Kompetenz.

Sei es im Chemieunterricht, in den Sportkursen oder während der Pausen, überall können Notfallsituationen entstehen, in welchen der Schulsanitätsdienst eigenständig und verantwortungsbewusst handeln muss und, wie die Erfahrung gezeigt hat, auch handelt. Hierbei ist es allerdings nicht mit der Durchführung der Hilfeleistung und der Betreuung der Verletzten sowie deren Übergabe an das nächste Glied der Rettungskette getan, sondern jeder einzelne Einsatz muss ebenso nachbereitet werden. Dazu gehört die Ergänzung des verbrauchten Sanitätsmaterials, aber auch die seelische Nachbereitung und Verarbeitung des Erlebten. Hier nun ist es unerlässlich, über ein Team zu verfügen, in welchem Offenheit, Vertrauen, gegenseitiger Respekt und Kameradschaft herrschen. Um den Teamgeist zu stärken gehört es somit ebenfalls zu den Grundlagen des SSD, teambildende Veranstaltungen mit allen Mitgliedern des SSD zu planen und durchzuführen. Dazu gehören neben Outdoor-Aktivitäten und Teamwettkämpfen auch Gesprächs- und Diskussionsrunden sowie gemeinsame Feste.

Die genannten Aspekte des SSD sollen den Schülerinnen und Schülern Einblicke in das Beschäftigungsfeld „Gesundheit und Pflege“ geben. Damit dieser Einblick so breit wie möglich gefächert wird, werden im Rahmen des SSD verschiedene Beschäftigungsmöglichkeiten für medizinisches Personal in allen Bereichen unserer Gesellschaft beleuchtet, von der ambulanten Pflege bis zum Zivilschutz. Momentan besteht der SSD aus 17 Sanitäterinnen und Sanitätern, welche von zwei Ausbildungslehrern betreut und ausgebildet werden. Der SSD leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit an unsrer Schule. Das zeigen 22 Einsätze allein im ersten Quartal des Jahres 2013, bei denen in vier Fällen rettungsdienstliche Hilfe hinzugezogen werden musste. Jeder dieser Einsätze wurde von dem Sanitätspersonal diszipliniert, selbstlos und mit größter Opferbereitschaft aus Liebe zum Menschen erfüllt.

Ulrich Hausmann, Stephan Link
Betreuende Lehrer