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Wir sind Schüler der Eingangsklasse am Wirtschaftsgymnasium
der Walther-Groz-Schule in Albstadt.

Wir sind jedoch in keiner normalen Klasse, sondern in der Tabletklasse, die es seit diesem Jahr an unserer Schule gibt. Auf diesem Blog berichten wir euch ein wenig aus unserem Schulalltag mit dem Tablet.

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Wie alles begann

Ein neuer Lebensabschnitt

Bevor ich auf das Wirtschaftsgymnasium wechselte, war ich auf einem Progymnasium. Wem das nichts sagt, es ist ein Gymnasium, das nur bis zur zehnten Klasse geht. Danach muss man die Schule wechseln. Also stand ich letztes Jahr vor der Entscheidung, ob ich mich für das Allgemeinbildende Gymnasium entscheide und damit in zwei Jahren mein Abitur zu machen oder für ein berufliches Gymnasium. Meine Wahl fiel schnell auf das Wirtschaftsgymnasium. Durch Zufall bekam ich von einer Freundin mit, dass es im folgenden Jahr eine Tabletklasse gäbe, in der jeder sein eigenes Tablet bekommen sollte. Für mich hörte sich das nach genau dem Richtigen an. Also bewarb ich mich um einen Platz in der Klasse.


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Nachdem die Zusage gekommen war, überlegte ich mir zum ersten Mal, wie das dann eigentlich sein würde – „Besäße ich keine Bücher mehr, oder würde ich meine Klassenarbeiten nur noch auf dem Tablet schreiben. Bräuchte ich überhaupt noch ein Mäppchen?“ Aber ich kam zu dem Entschluss, dass ich es einfach auf mich zukommen lassen sollte und man sich vor Neuem nicht abschrecken lassen sollte.

Zwar war ich mit Benedikt in derselben Klasse, jedoch waren meine Beweggründe andere, da für mich persönlich klar war, dass ich gerne technisch arbeiten würde. Jedoch war ich mir noch nicht ganz sicher, in welche Richtung ich gehen wollte, weshalb ich mich in umliegenden weiterführenden Gymnasien über die Möglichkeiten informierte. Als ich mich am Infotag an der WGS Albstadt durch das Getümmel schlug, fiel mir ein offenes Klassenzimmer am Ende des Ganges auf in dem nicht viel los war. Dort wurde für die neue Tabletklasse geworben, die ab dem nächsten Jahr an der Schule eingeführt werden sollte. Als ich das Tablet in der Hand hielt und mir die Lehrer die unzähligen Apps und Gadgets des Tablets zeigten, war ich von Grund auf fasziniert und sah die Arbeit mit einem technischen Gerät als höchst interessant an, weshalb ich mir den Flyer dieser Klasse mit nach Hause nahm, um mich weiter darüber zu informieren. Nach etlicher Recherche kam ich dann zu dem Entschluss, dass dieses Angebot im Sinne meiner Interessen lag und wahrscheinlich auch mehrere spannende Entwicklungen in meinem Schulalltag auf mich warten würden.


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Vom Ankommen und den Tablets

Albstadt-Ebingen, 12.09.2016 Nach den langen Sommerferien stand für unsere Jahrgangsstufe der erste Schultag an. Los ging es um 8:30Uhr mit einer Begrüßung von Herr Rütschle in Raum 117. Vor dem Raum herrschte Neugier, Vorfreude und etwas Nervosität. Mit der Frage nach dem Profil wurde nach baldigen Klassenkameraden gesucht, denn die Einteilung der Klassen würde unspektakulär sein, drei Klassen, drei Profile, kam zum internationalen und zum normalen WG die Tabletklasse dazu. Nachdem die Klassen eigenteilt waren ging es mit den Klassenlehrern ins Klassenzimmer. Dieser Tag sollte bis 12:30 Uhr ganz dem Kennenlernen und Ankommen gewidmet sein. Die Begrüßungsmappe war uns dabei nützlich. Um 12:30 Uhr ging es zurück in Raum 117. Wir bekamen Cocktails und wurden nach einigen Reden Entlassen.

Der Dienstag verlief unspektakulär, wir hatten Unterricht und bekamen die Bücher.

Am Mittwoch war dann der Tag gekommen: Alle Klassen wanderten zum Rossberg, wo ein Teamtag stattfinden sollte. Der Weg war beschwerlich, es ging weit bergauf und wir waren froh, als wir ankamen. Uns erwarteten Spiele, denen wir uns in Teams stellen mussten. Anschließend wurde gegrillt. Auf dem Rückweg wollte Herr Ritter unbedingt „den schöneren Weg“ nehmen. Über diese Entscheidung waren alle „sehr“ froh… Statt bergab hieß es für uns erst nochmal bergauf quer durch den Wald.

Bilder Teamtag

Teamtag 1

Teamtag 2

Teamtag 3

Teamtag 4

Teamtag 6

Teamtag 7

Am Donnerstag hieß es Mathe an Stationen und danach Unterricht nach Stundenplan.

Am Freitag war für die Tabletklasse der große Tag gekommen, der Herr Ritter lächelnd mit Ostern und Weihnachten an einem Tag verglich: Wir würden die Tablets erhalten. Staunend und ehrfürchtig betrachteten wir die Schachteln vor uns, die wir ohne entsprechende Anweisung nicht anzufassen wagten. Dann war es so weit, wir durften sie auspacken und hochfahren. Während die anderen begeistert waren, musste eine Schülerin, ich, bereits Erfahrungen damit machen, was passiert, wenn die Technik nicht will, wie sie soll. Das vorgegebene Passwort wollte nicht funktionieren. Doch letztendlich war dieses Problem auch gelöst. Die Einführungswoche endete mit einem gemeinsamen Abschluss und Feedback in der 5. und 6. Stunde.

Für die Tabletklasse sollte die nächste Woche nicht weniger aufregend werden, die Tablets sollten in den Unterricht integriert werden. Begeisterung und Probleme traten Seite an Seite auf. Arbeitsblätter gab es in dieser Zeit wahlweise nur digital, nur auf Papier oder in beiden Varianten. Wir lernten OneNote besser kennen, wie man PDF-Dateien dort als Ausdruck unterbringt und wie man dort mit dem Stift wie auf Papier schreiben kann. Mit einer Schwierigkeit wurden wir schnell konfrontiert: Bei Ausdrucken lässt sich der Text nicht editieren und wird das Arbeitsblatt als OneNote Seite zur Verfügung gestellt, dann lässt sich garantieren, dass es jemanden gibt, der es exportiert statt zu kopieren, den Abschnitt so leert und es allen, die es nicht vor ihm hatten, nicht mehr zur Verfügung stand. Außerdem musste wir mit einer anderen Art von Erschöpfung Bekanntschaft machen, wenn man den ganzen Tag am Tablet arbeitet, dann bekommt man das zu spüren, möchte daheim kaum noch an andere Geräte und hat auch nicht so richtig Lust das Handy noch großartig zu benutzen.

Trotzdem hat die Nutzung der Tablets positive Aspekte, PowerPoint Präsentationen sind einfach wie nie, man verbindet sich einfach und der Bildschirm wird an die Wand projiziert. Außerdem kann man keine Blätter mehr verlieren, durch weniger im Ordner wird die Schultasche leichter. Alles im allen sehen die meisten, wenn nicht alle, der Nutzung der Tablets im Unterricht sehr optimistisch entgegen.

Nadja

 


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Ein gelungener Einstieg

03 auspacken

Die Lehrer spannten uns bis Freitag der ersten Schulwoche auf die Folter, bis sie die Tablets austeilten. Doch dann war es soweit, am Freitag kamen wir in die Klasse und auf 07 erklaerung lehrerjedem unserer Plätze lag ein weißes Paket. Voller Spannung packte ich mein Tablet, das Microsoft Surface 3 aus, um es einzuschalten.

 Den restlichen Tag bekamen wir eine Einweisung, welche Programme wir für die Schule nutzen könnten und wie wir unsere Arbeitsblätter bekommen sollten. Vor allem das Programm OneNote sollten wir benutzen und für jedes unserer Fächer ein eigenes Notizbuch anlegen. In den darauffolgenden Tagen und Wochen stand in erster Linie, das Tablet zu erforschen und alle Prozesse, wie Arbeitsblätter aus dem Filr (unser Ordnerprogramm um Arbeitsblätter zu erhalten) herunterzuladen, ohne dass die Datei kaputtgeht, im Vordergrund. Oftmals traten auch andere Probleme auf, wie z. B. dass plötzlich im Unterricht ein Update installiert wurde, sodass ich nicht weiter am Tablet arbeiten konnte. Allerdings wurden alle diese kleinen Probleme gut von unseren Lehrern aufgefangen. Sie, wenn es ein Problem gab, immer Verständnis dafür zeigten und wenn notwendig ihren Unterricht dafür unterbrachen.

Als es auf die Herbstferien zuging, waren alle Lehrer und wir Schüler soweit, dass der Unterricht ohne Probleme geführt werden konnte und jeder, statt in seinem Heft zu schreiben, nur noch das Tablet vor sich hatte.

09 erklaerung lehrerFür mich gestaltete sich der Einstieg in die neue Schule ein wenig anders. Nach den Ferien ging ich schon mit erwartungsvollen Augen in meine neue Klasse, jedoch musste ich meine Neugier auf die neuen Geräte bis Ende der Woche zügeln, bevor ich diese stillen konnte. Als ich dann am Freitag der ersten Schulwoche mein Tablet in der Hand hielt, malte ich mir schon das kommende Halbjahr aus: Klassenarbeit a10 erklaerung lehrerm Tablet und viele Präsentationen. In den kommenden Wochen bestätigten sich meine Vorstellungen: im Unterrichten wurden viele Arbeitsblätter digital über ein Tauschverzeichnis an die Klasse verteilt oder über Onlineprogramme arbeiteten mehrere von uns zeitgleich an Plakaten, schließlich kam es auch zum Konkurrenzkampf innerhalb der Klasse durch Onlinequizze. In vielen Fächern, wie zum Beispiel Mathe, wurde das Tablet jedoch nicht zum Hauptteil des Unterrichts, sondern weiterhin auf Stift und Papier zurückgegriffen, da die verschiedenen Programme nicht immer das gewünschte Ergebnis brachten. Zusätzlich wurde weiterhin in jedem Fach darauf geachtet, dass bei allen Schülern alle nötigen Programme sowie die nötigen handwerklichen Fähigkeiten für diese vorhanden waren, bevor das Tablet voll und ganz im Unterricht integriert war.

 


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Problemlos durch den Alltag

Wir befinden uns nach den Herbstferien und so langsam wurde das Tempo im Unterricht angezogen, da bekanntlich die Zeit zwischen Herbst- und Weihnachtsferien zu den Phasen gehört, in denen die meisten Klausuren geschrieben werden. Doch die Probleme, die noch zur Anfangszeit im Unterricht geherrscht hatten, waren nun beseitigt und für mich war der Umgang mit dem Tablet nichts Besonderes mehr im Unterricht. Damit zog aber auch ein anderes Problem mit ein, doch dies hatte nichts mit den Tablets zu tun, sondern mit sich selbst. Eine große Selbstdisziplin ist nämlich erforderlich, da es schnell vorkommen kann, sich mit einem Spiel abzulenken, wenn das Unterrichtsthema einen nicht interessiert. Eine weitere Problematik, die für mich bestand, da ich nicht der Fleißigste bin, ob ich mit dem Tablet lernen konnte. Doch dies hat sich im Laufe der letzten Woche zum Gegenteil gewendet, weil ich mir angewöhnt habe, die Themen für die Klassenarbeit aus dem Tablet auf Papier auf zu schreiben. Das ist für mich eine sehr praktische Art zu lernen. Damit haben sich in der ersten Zeit natürlich Probleme mit den Tablets ergeben, dennoch bereue ich es bis jetzt nicht, diese Art von Schule gewählt zu haben.

12 OneNote

 FragenNach der ersten Eingewöhnungsphase hatte ich andere Vorteile aus den Tablets gezogen als Benedikt. Denn als die Einführungsphase beendet war und es langsam in allen Fächern an die Klassenarbeiten ging, wurde auch der Einsatz der Tablets in verschiedenen Fächern gefördert. Zum Beispiel erstellte man Lernvideos zur Veranschaulichung von Teilbereichen und Themen der einzelnen Fächer, in anderen wiederum war sogar die Klassenarbeit auf dem Tablet möglich wie zum Beispiel in Informatik. Einer der größten Vorteile, die ich in meinen ersten Monaten mit dem Tablet realisieren konnte, war die Ordnung, die man nun hatte. Es war einem jetzt nämlich immer möglich, alle seine Fächer und alle seine Aufgaben mit einem einfachen Fingerwischen einzusehen. Nun hatte man nicht mehr das Problem, immer nach seinen Hausaufgaben im Block zu suchen, da sie immer unter dem jeweiligen Fach zu finden waren. Jedoch gab es auch ein bis zwei Nachteile. Zum Beispiel musste man immer sein Tablet geladen haben. Denn sollte mal der Strom alle sein, hatte man seine kompletten Lernunterlagen nicht mehr parat. Zusätzlich konnte man durch Meldungen zur Installation und durch die Farben des Bildschirms vielleicht manchmal abgelenkt werden, jedoch wurde die Arbeit im Unterricht durch das Tablet um einiges angenehmer und die Arbeitsgeschwindigkeit nahm durch die vorhandene Begeisterung deutlich zu.

Gebloggt am 19.12.2016 von Benedikt und Jakob

 


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Biologieunterricht mit Tablet - etwas Anderes als ohne?


Im Großen und Ganzen? Nein, im Detail jedoch bietet das Tablet Optionen, die es ohne nicht gäbe.

Wie in anderen Fächern können größere Aufgaben aufgeteilt und von mehreren Gruppen bearbeitet werden. Speichert man die Ergebnisse in einem Tauschordner ab, kann jeder Schüler auf diese zugreifen und sie auf seinem Tablet speichern. Doch das ist in den Naturwissenschaften, zu denen Biologie gehört, noch lange nicht alles.

Weitere Möglichkeiten, die es ohne Tablet nicht gäbe, sind unter anderem das Erstellen von Bildern oder auch Videos während eines Versuches. Zum Beispiel macht das Nachbauen von DNA im Unterricht Spaß, ist aber im Grunde sinnlos, denn spätestens beim Lernen wird sich kaum einer daran erinnern können.

 

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Wie bereits erwähnt, kann man das Ergebnis problemlos abfotografieren und in den dazugehörigen Aufschrieb einfügen.

So bleibt es nicht nur in Erinnerung, sondern es ist eine selbsterarbeitete Veranschaulichung.

Auch am Mikroskop bietet die Kamera Vorteile, denn was darunter zu sehen ist, mag faszinierend sein, aber was letztendlich im Gedächtnis bleibt ist nichts Anderes als die davon angefertigte Zeichnung. Lässt man jedoch die Kamera hineinsehen und das Bild festhalten, dann kann man es wieder und wieder betrachten.

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Abschließend lässt sich also sagen, dass wir durchaus auf das Tablet im Fach Biologie verzichten könnten, jedoch dient es uns als zusätzliche Unterstützung und erleichtert uns die Arbeit. Und es ist ein tolles Gefühl, wenn man es vor dem Lernen für die anstehende Klassenarbeit in die Hand nimmt und sich die Videos von Versuchen ansehen kann.

Rabea und Nadja


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Was ist Hoffnung?

Hoffnung ist mehr als ein Gefühl - sie ist lebendig!

Viele haben sie nie gesehen und fragen sich, wo sie lebt. Dabei ist die Antwort einfach, zum Greifen nah!

Denn Hoffnung lebt in jedem Herz, das sich von Dunkelheit nicht besiegen und entmutigen lässt; und sie lebt in der Natur.

Um sie zu erkennen muss man nur die Augen öffnen und hinsehen, sie ist nicht schwer zu finden.

Im Winter sind die Bäume kahl und voller Schnee, keine Blume blüht. Alles scheint tot zu sein. Die weiße Kälte brachte Trostlosigkeit und Verzweiflung.

Doch irgendwann, da schmilzt der Schnee und im Frühling blüht alles wieder auf. Was zuvor tot schien erwacht zu neuem Leben.

Grün wird nicht ohne Grund die Farbe der Hoffnung genannt. Doch so lange muss man nicht warten, bis man Hoffnung sehen kann.

In einer düsteren Nacht verdecken Wolken Mond und Sterne, ihr Licht erreicht die Erde nicht. Ohne Licht tappt man im Dunkeln, verzweifelt legt man sich schlafen. Und erwacht mit dem Morgen. Denn die Wolken sind verschwunden und die Nacht wurde vom Tag abgelöst.

Das ist Hoffnung in der Natur und im Inneren eines Hoffenden ist es nicht anders: Hoffnung ist wie ein Frühling im Herzen und wie ein neuer Tag nach einer dunklen Nacht ohne das Licht von Mond und Sternen.

Nadja