Fahrräder mit Flüchtlingen flott gemacht

Albstadt. Schüler der Wilhelm-Hauff-Schule in Albstadt-Tailfingen und der Walther-Groz-Schule in Albstadt-Ebingen bauten in den letzten Wochen an drei gemeinsamen Nachmittagen 23 Fahrräder auf, testeten Licht, Bremsen und Schaltungen. Die Fahrräder waren den beiden VABO-Klassen (Vorbereitung auf Arbeit und Beruf ohne Deutschkenntnisse) der Walther-Groz-Schule von einem Balinger Sportgeschäft in Kooperation mit einer Albstädter Firma gespendet worden, um die Integration der Flüchtlinge in unsere Gesellschaft durch Lerngänge und Klassenausflüge zu verbessern und ihnen damit neue Erfahrungsräume zu erschließen, zu denen sie sonst keinen Zugang haben.

Fahrräder mit Flüchtlingen flott gemacht 1Der Zusammenbau der Fahrräder konnte dank eines Kontaktes über die RSG Zollern-Alb Albstadt, dem größten Radsportverein in der Region, zur Wilhelm-Hauff-Schule (Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum Lernen) problemlos erledigt werden. Deren Fahrrad-AG bot sich an, gemeinsam mit einzelnen jugendlichen Flüchtlingen aus den VABO-Klassen, die Fahrräder in einen fahrtüchtigen Zustand zu versetzen. Zwar war die Kommunikation untereinander nicht immer ganz einfach, aber mit ‚Händen und Füßen‘, gebrochenem Deutsch und Englisch war das Unternehmen ‚Fahrrad-Instandsetzung‘ eine rundum gelungene Aktion für alle Beteiligten.

Auch die beiden beteiligten Lehrer, Stephan Link (Koordinator für die VABO-Klassen an der Walther-Groz-Schule) und Bernhard Mast-Sindlinger (Schulleiter der Wilhelm-Hauff-Schule) waren vom guten und konstruktiven Miteinander der Jugendlichen begeistert. Stephan Link dazu: „Das Projekt ist sehr gut angelaufen und ich bin davon überzeugt, dass unsere Schule auch in Zukunft noch sehr viel Freude daran haben wird. Die Umsetzung dieses Projekt war und ist nur durch Kooperationen möglich, Kooperationen mit Unternehmen, mit Sportvereinen mit dem Landratsamt und nicht zu vergessen die Kooperation von Schule und Schule.“

Den vorläufigen Abschluss der außergewöhnlichen Zusammenarbeit zwischen einer Beruflichen Schule und einem Sonderpädagogischen Bildungs- und Beratungszentrum (früher Förderschule) bildete eine gemeinsame Fahrradtour der beteiligten Jugendlichen.

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